Auto Rechtschutz kündigen: Das ist zu beachten

Auto Rechtschutz kündigen: Das ist zu beachten

Wenn Sie eine Fahrer-Rechtsschutzversicherung haben, ist dies grundsätzlich empfehlenswert. Nach Unfällen kommt es häufig zu Streitigkeiten hinsichtlich der Schuldfrage: Mit einer solchen Police können Sie unberechtigte Forderungen abwehren oder selbst Ihr Recht einklagen. Es kann aber auch gute Gründe geben, eine solche Versicherung zu kündigen: Das trifft dann zu, wenn ein anderer Anbieter bessere Leistungen oder günstigere Tarife haben.

Die Kündigung: andere Bedingungen als bei der KFZ-Versicherung

Ein häufiger Irrtum ist, dass bei einem Rechtsschutz dieselben Kündigungsfristen wie in der KFZ-Versicherung gelten. KFZ-Haftpflicht- sowie KFZ-Kaskopolicen sind aber Sonderfälle im Versicherungswesen. Bei einem Verkehrsrechtsschutz sind dagegen jene Bedingungen zu beachten, die auch beim Rechtsschutz in Miet- oder Arbeitsrechtsfragen relevant sind. Bei solchen Policen können im Gegensatz zur KFZ-Versicherungen Mindestvertragslaufzeiten, die mehr als ein Jahr betragen, vereinbart werden. Erst zum Ende dieses Zeitraums können Sie den Vertrag auflösen, müssen dies aber bereits drei Monate zuvor melden. Danach können Sie jährlich zum Abschluss des Versicherungsjahres kündigen, ebenfalls unter Einhaltung dieser Frist. Es kann aber auch sein, dass Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zusteht: Versicherer haben beim Verkehrsrechtsschutz die Möglichkeit, Fälle wegen prognostizierter Aussichtslosigkeit abzulehnen. Sollten Sie damit konfrontiert sein, können Sie mit sofortiger Wirkung kündigen. Einen Monat nach Erhalt des Bescheids haben Sie dafür Zeit. Dasselbe gilt, wenn eine Beitragserhöhung mitgeteilt wird. Dann können Sie das Verhältnis zu jenem Zeitpunkt beenden, an dem diese wirksam werden soll. Auch hierfür haben Sie bis zu einem Monat nach Eingang des Schreibens Zeit.

Das Kündigungsschreiben

Oft erfolgt die Kündigung nach einem Unfall

Eine Kündigung sollten Sie immer schriftlich mitteilen. Einer besonderen Formulierung bedarf es nicht. Sie sollten aber das Datum nennen, zudem Sie den Vertrag fristgerecht auflösen möchten. Zudem müssen Sie selbstverständlich relevante Daten wie Adresse und Versicherungsnummer erwähnen. Hinsichtlich der Versandart ist ein Einschreiben mit Rückschein zu bevorzugen. Damit haben Sie nämlich den Beweis, dass der Brief bei der Versicherung eingegangen ist. Manchmal kann es vorkommen, dass dies nicht der Fall ist oder ein Versicherer dies zumindest behauptet: Dann wird es bei einem Standardbrief schwierig, das Gegenteil zu beweisen. Zudem steht auf dem Rückschein das genaue Datum der Zustellung, sodass Sie auch die Wahrung einer bestimmten Frist nachweisen können.

Bild: panthermedia.net Bernhard Spieldenner, luca de polo, Patricia Hofmeester